Die kleine Lisa ist es, die mich bittet.

Aus ihrem Herzen kommt ein Gefühl

und sie bittet mich stellvertretend für alle Kinder dieser Welt:

»Mach den Schmetterling wieder ganz« – spricht sie.

Wie sollte ich das anfangen

in unserer Welt,

die so schön ist – und zerbrechlich ...

Schon vor Jahrhunderten war ein Augustinus sprachlos

und überwältigt vom Geschenk des Lebens:

 

Fragend schaute er

auf die Blume

das duftende Gras

die glänzende Tannennadel

den Apfel

die Feder

und über alledem sah er

den Regenbogen ...

Die Augen hob er auf zu den Gestirnen:

»Sonne – machst du das alles?«

Kein Laut – nichts –

nur eine Antwort wurde ihm:

»SCHÖNHEIT«

Schon lange schweigt nun

Augustinus –

heute wie damals ist es:

ein jeder will leben

 

Und wie viele von uns haben heute schon vergessen,

dass das Leben ein Geschenk ist?

In diesem Heute bittet Lisa für den Schmetterling.

Für sie ist er nicht nur das zauberhafte Wesen der Luft,

das uns alle so eigen anrührt –

für sie ist er der ganze große Kosmos der Insektenwelt!

 

Alle atmen und trinken wir aus einem Kelch.

Wassertropfen ziehen ihre Wege.

Wer erklärt sie uns?

Diese Wege!

Boden zerfällt ohne Wasser und Luft zu Staub.

Ewig schon kreist die Erde –

Umgeben von zarter Lufthülle.

 

Der gesamte freie Sauerstoff der Atmosphäre

wird nur von der lebenden Materie erschaffen.

Wer kennt die Bedeutung der Insektenwelt für die Sauerstoffproduktion??

 

Der Mensch würde in der Atmosphäre ersticken,

würde sie nicht immer erneuert!

 

Über das GRÜN

wächst unser Leben.

Unsere Nabelschnur zu Mutter Erde sind tausendfache Fäden

jetzt haben wir begonnen, sie zu zerreißen.

Schon mühen sich Schmetterlinge – verkrüppelt –

aus ihren Puppen.

Keiner hört sie.

Was muss noch geschehen?!

 

Diese Kleinen zeigen uns unser Schicksal, wenn wir so – weiter in Eile –

leben.

 

Mit der Hochtechnologie, genannt »Gen-Technik«,

will der intelligente Mensch angeblich auch die Nahrung verbessern.

Er glaubt, das Zeitmaß von Jahrmillionen missachten zu können,

so, als sei die Natur unfähig, uns am Leben zu erhalten.

 

Ich aber glaube:

Unser Pulsschlag ist es, der fiebert!

Wir wissen so wenig.

So unaussprechlich wenig!

Wir sind wie gefangen in falschem Verhaltensmuster.

Freveln wir dennoch weiter, so wird sich die Erde wohl weiterdrehen

ohne uns

und der Regenbogen wird in Wolken von Staub verschwinden.

 

»In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?« ••• so werde ich gefragt.

Ich – möchte in einem achtungsvollen Miteinander leben.

Und – ich will Schmetterlinge als Freunde behandeln.

 

Das verspreche ich – Lisa.

 

Heute und hier entscheidet jeder Einzelne darüber.

Keine Regierung kann das.

Nur der Wille Millionen Einzelner –

kann das Unheil noch abwenden.

Als Sinnbild fürs Leben

erwählte ich den Schmetterling –

wir haben nur eine Chance –

für Pflanzenbau und Tierzucht muß ein TABU gelten:

Das Gen-Technik-Verbot!

 

 

 

 

 

 
     

 

 

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